NEOPHYTA
(zum Thema „Klimawandel“)

HANS KOGLER
Diplom 2016/2017

Am Beginn des Diplomjahres war mein Ziel eine fotografisch und künstlerisch beeindruckende Arbeit zu schaffen. So war die Themensuche für mich ein schwieriger Teil des Projektes. Zu meinem erstgewählten Thema „Menschen am Wendepunkt zum Ruhestand“ – Umsetzung mit Porträtfotos – fand ich keine für mich überzeugende fotografische Sprache. Ich wandte mich dann dem Genre Landschaftsfotografie zu.

Anfang dieses Jahres veröffentlichte Phillip Blom das Buch „Die Welt aus den Angeln“ zum Thema Klimawandel. Er hat die „kleine Eiszeit“ des 17. Jahrhunderts, die schwere Verwerfungen der damaligen Gesellschaft ausgelöst hat, als den Beginn unserer modernen Welt beschrieben. Nun bringt ein neuerlicher Klimawandel, diesmal eine Klimaerwärmung, unsere Gesellschaft wieder an ihre Grenzen. Blom beschreibt die Herausforderungen, vor die die damalige Klimaveränderung die Menschen stellte und welche Überlegungen wir in unserer aktuellen Situation anstellen können. Für mich war das Thema Klimawandel für die fotografische Diplomarbeit „geboren“.

„Neophyten“ (wörtlich „neue Pflanzen“) sind Pflanzen, die sich durch die Klimaerwärmung, kombiniert durch Import von Samen oder Pflanzen, in unseren Breiten stark vermehren. Viele dieser Arten haben keine oder kaum natürliche Konkurrenten in der Pflanzen- und Tierwelt. Sie werden daher auch als „Invasive Neophyten“ bezeichnet. In Österreich gelten bereits 27 % der wild wachsenden Pflanzen als Neophyten (Natur im Garten, 2017). Einige dieser Arten werden zu Problempflanzen, da sie z.B. wie Ragweed Allergien auslösen oder wie der Riesenbärenklau bei Berührungen Verätzungen an der Haut verursachen. Um diese Pflanzen zurück zu drängen wird versucht über mehrere Jahre hindurch aufwändige Gegenmaßnahmen zu setzen.

Prager Fotoschule Österreich

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