TSCHICK GALERIE & PRAGER FOTOSCHULE in Kooperation mit dem ROTLICHT FESTIVAL 2026 laden ein zum:
OPEN CALL 2026 – THE ANTHROPOCENE:
Hybrid Realities
Wir suchen 4-6 Projekte für eine
Satellitenausstellung des Rotlicht Festivals in der
Tschick Galerie der Prager Fotoschule in Linz
3.12.2026 – 7.2.2027
Vernissage: 3.12. 2026
Rotlicht Festival für analoge Fotografie, Wien 26.11.–06.12.2026
Thema
Anthropocene: Hybrid Realities
Das Anthropozän – das Zeitalter des Menschen – bezeichnet ein metaphorisches Schlagwort, die Ontologie einer Epoche, in der der menschliche Einfluss das ökologische und geologische Gleichgewicht der Erde prägt. Doch vielleicht ist diese Vorstellung selbst eine Illusion.
Der Glaube an Kontrolle, Fortschritt und technische Beherrschbarkeit steht im Kontrast zu einer Welt, die uns mit ihrer Unvorhersehbarkeit und Fragilität konfrontiert.
Analoge Fotografie widersetzt sich diesem Kontrollparadigma auf natürliche Weise: Sie basiert auf Licht, Chemie, Zeit und Zufall. Fehler, Materialität und Prozesshaftigkeit sind Teil ihres Wesens.
Das Festival Thema Anthropocene: Hybrid Realities lädt Künstler:innen ein, das Verhältnis von Mensch, Natur und Bild neu zu denken – zwischen Eingriff und Auflösung, Einfluss und Verletzlichkeit, Konstruktion und Zerfall. Der Mensch konsumiert “unbegrenzt” Ressourcen, kolonisiert den Planeten, zerstört die Natur und baut eine künstliche Umgebung stattdessen. Es wird ihm eine eigene geologische Kraft zugeschrieben.
Wer kann teilnehmen
Der Open Call richtet sich an Künstler:innen weltweit, die mit analogen fotografischen Verfahren arbeiten – von klassischer Dunkelkammerarbeit über alternative und experimentelle Prozesse bis zu chemischen und skulpturalen Ansätzen. Wir verstehen uns als ein hybrides Festival, digitales Einwirken ist nicht untersagt, jedoch muss zumindest ein entscheidender Schritt bei der Erstellung der Arbeit einem analogen fotografischen Prozess unterliegen.
Einreichungen von Einzelkünstler:innen, Kollektiven und Studierenden sind willkommen.
Einreichung Details
- Einreichfrist: 6. September 2026
- Bekanntgabe der Aussteller:innen: September 2026
- Ausstellung: 3.12.2026 – 7.2.2027, Tschick Galerie in der Tabakfabrik in Linz
- Vernissage: 3.12.2026, 19:00
- Format: Einzelserie oder Projekt (max. 5 Bilder)
- Medium: Analoge / Hybride Prozesse (keine ausschließliche digitale Fotografien)
- Einreichung: Online über das Formular auf …
- Open Call Gebühr: € 20,- pro Einreichung
- Medium: Analoge / Hybride Prozesse (keine ausschließliche digitale Fotografien)
Einreichung ONLINE
https://www.rotlicht-festival.at/open-call-submission-for-prager-fotoschule/
Preise & Ausstellung
- 4-6 Aussteller:innen
- Alle Aussteller:Innen bekommen eine Ausstellungspauschale von € 550,-
- Alle ausgewählten Künstler:innen werden im Festivalkatalog 2026 publiziert.
- Auf Wunsch werden die Ausstellungsbilder vom Kulturverein Tschick Galerie kostenlos geprintet. Die Bilder können auch fertig produziert / gerahmt in die Tabakfabrik geliefert werden. Diesbezügliche Logistik und Kosten werden vom Veranstalter NICHT übernommen.
JURY
DANIELA KÖPPL
Daniela Köppl (* 1978 in Linz) lebt und arbeitet in Gmunden (Oberösterreich).
Sie absolvierte ein Studium im Bereich Agrarmarketing und Management an der FH Weihenstephan in Bayern sowie den Lehrgang und den Diplomlehrgang für angewandte und künstlerische Fotografie an der Prager Fotoschule Österreich. Im Jahr 2025 schloss sie den Masterlehrgang „Digital Photography and New Visual Media” an der FH St. Pölten mit Auszeichnung ab. In ihrer fotografischen Arbeit verbindet sie dokumentarische und konzeptuelle Ansätze an der Schnittstelle von Editorial und künstlerischer Fotografie und untersucht ländliche Arbeitsräume. Ihre Arbeiten wurden unter anderem mit dem voestalpine nextpicture award (2017)und der Fotochallenge von Upper Austrian Research (2019) ausgezeichnet und in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Werke aus der Serie „KUPPEN” sind Teil der Grafischen Sammlung der OÖ Landes-Kultur GmbH. Zudem engagiert sie sich als Beirätin im Vorstand der Prager Fotoschule Österreich und ist Obfrau des Kunstvereins Artiné in Gmunden.
PAUL KRANZLER
Paul Kranzler (*1979 in Linz) studierte Visuelle Mediengestaltung an der Kunstuniversität Linz sowie als Meisterschüler bei Joachim Brohm an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seine langfristig angelegten fotografischen Arbeiten bewegen sich zwischen dokumentarischer Präzision und persönlicher Annäherung und widmen sich sozialen Lebenswelten, familiären Beziehungen und der österreichischen Provinz. Kranzlers Werke befinden sich in renommierten öffentlichen Sammlungen, darunter die ALBERTINA Wien und das Museum der Moderne Salzburg. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Outstanding Artist Award für Künstlerische Fotografie des österreichischen Bundes sowie den Landespreis für Fotografie des Landes Oberösterreich. Neben seiner künstlerischen Praxis publiziert er regelmäßig Künstlerbücher. Er lebt und arbeitet in Oberösterreich.
MARIA VENZL
Maria Venzl ist Kuratorin für zeitgenössische Kunst bei der OÖ Landes-Kultur GmbH. Sie studierte Bildende Kunst und Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz im Bereich Bildhauerei – transmedialer Raum und diplomierte 2015. Von 2016 bis 2020 war sie als kuratorische Assistenz im OK Centrum für Gegenwartskunst tätig. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer kuratorischen Arbeit liegt auf zeitgenössischer Fotografie, auf installativen und medienübergreifenden sowie jungen künstlerischen Positionen. Sie kuratierte zahlreiche Einzelausstellungen, u. a. von Anna Breit, Arvida Byström, Anna Ehrenstein, Peter Kogler, Michaela Moscouw, Elfie Semotan, aber auch internationale Gruppenausstellungen, u. a. der Gewinner:innen des Prix Ars Electronica. Zudem wirkte sie als kuratorische Assistenz am PublikumsformatHöhenrausch mit.
DINO REKANOVIĆ
GRÜNDER & DIREKTOR – ROTLICHT FESTIVAL
Dino Rekanović ist ein erfahrener Projektmanager und Kulturarbeiter mit mehr als zwanzig Jahren Erfahrung in der Konzeption und Koordination internationaler Kunst- und Kulturveranstaltungen, insbesondere im Bereich der zeitgenössischen Fotografie. Er verfügt über fundierte Kenntnisse der zeitgenössischen Kunst, kuratorischen Praxis und visuellen Kultur. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen analoge Fotografie, experimentelle Formate sowie interdisziplinäre Zusammenarbeit. Dabei verbindet er kreative Visionen mit einer strukturierten und strategischen Arbeitsweise. Dino ist bekannt für seine ausgeprägten Kommunikationsfähigkeiten, seine teamorientierte Haltung und seine Fähigkeit, erfolgreiche Kooperationen aufzubauen und unterschiedliche Akteur:innen zusammenzubringen.Angetrieben von seiner Leidenschaft für künstlerische Forschung, kulturellen Austausch und innovative Ausstellungsformate entwickelt er Projekte, die die Schnittstellen von Bild, Prozess und Wahrnehmung erforschen. Mit seiner Arbeit schafft er Räume für Dialog, Experiment und neue Perspektiven innerhalb der zeitgenössischen Kunst- und Kulturlandschaft.
Kuratorisches Konzept
Anthropocena: Hybrid Realities versteht analoge Fotografie als Widerstand gegen digitale Reproduzierbarkeit – als ein Medium, das durch seine materielle Präsenz die Verbindung zwischen Mensch und Umwelt spürbar macht.
Das Festival sucht nach künstlerischen Positionen, die die Grenzen zwischen Natur und Kultur, Kontrolle und Chaos, Zerstörung und Erneuerung befragen.
Anthropozän: Hybride Realitäten
Das Anthropozän – oft als das Zeitalter des Menschen bezeichnet – beschreibt eine Epoche, in der menschliches Handeln die ökologischen und geologischen Systeme der Erde maßgeblich prägt. Doch diese Erzählung von Dominanz könnte selbst ein Konstrukt sein. Vorstellungen von Kontrolle, Fortschritt und technologischer Beherrschung stehen im Spannungsverhältnis zu einer Welt, die zunehmend von Instabilität, Komplexität und Fragilität geprägt ist.
Die analoge Fotografie stellt dieses Paradigma der Kontrolle grundsätzlich infrage. Sie basiert auf Licht, Chemie, Zeit und Unvorhersehbarkeit. Unvollkommenheit, materielle Präsenz und Prozesshaftigkeit sind keine Fehler, sondern wesentliche Eigenschaften des Mediums. Mit dem Thema „Anthropozän: Hybride Realitäten“ lädt das Festival Künstler dazu ein, die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Bild kritisch und poetisch zu erforschen – zwischen Eingriff und Auflösung, Einfluss und Verletzlichkeit, Konstruktion und Verfall.
Die Menschheit verbraucht Ressourcen, als wären sie unbegrenzt, formt Landschaften um, ersetzt Ökosysteme durch künstliche Umgebungen und wird zunehmend selbst als geologische Kraft beschrieben. Wie kann die Fotografie auf diesen Zustand reagieren? Welche hybriden Realitäten entstehen zwischen dem Natürlichen und dem Konstruierten, dem Organischen und dem Synthetischen, dem Realen und dem Inszenierten?
Wir begrüßen Einreichungen, die sich mit diesen Spannungsfeldern auseinandersetzen und den Diskurs durch experimentelle, kritische und prozessorientierte Ansätze in der analogen Fotografie erweitern.
Kontakt & Organisation
Kulturverein Tschick Galerie
4020 Linz, Peter-Behrens-Platz 10 (Tabakfabrik Linz – Bau 1 – Stiege A – 1. Stock)
E-Mail: office@prager-fotoschule.com
Web: https://prager-fotoschule.com
Instagram: https://www.instagram.com/pragerfotoschule/
ALLGEMEINE FRAGEN
Bin ich teilnahmeberechtigt?
Wir begrüßen die Teilnahme aller Kreativen und Bildschaffenden ab einem Alter von sechzehn (16) Jahren. Ausgenommen sind Mitarbeitende, Mitglieder und sonstige Angehörige des Veranstalters („Zigutamve. Verein für zeitgenössische Fotografie“) sowie Mitglieder der Wettbewerbsjury.
Wie nehme ich teil?
Füllen Sie unser Open-Call-Einreichungsformular aus, laden Sie Ihre Bilder hoch und bezahlen Sie die Teilnahmegebühr. Nach erfolgreicher Einreichung und Zahlung erhalten Sie eine Bestätigung per E-Mail.
Kann ich mehr als ein Projekt einreichen?
Ja. Sie können mehrere Projekte einreichen. Jede Einreichung wird unabhängig von den anderen beurteilt und von der Jury mit derselben Sorgfalt geprüft.
Wie erfahre ich, ob meine Einreichung eingegangen und vollständig ist?
Nach dem Absenden Ihrer Einreichung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail. Sollten Sie unsicher sein, ob Ihre Einreichung erfolgreich übermittelt wurde, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail unter office@prager-fotoschule.com
Wie hoch ist die Teilnahmegebühr?
Die Teilnahmegebühr beträgt 20 € pro Projekt.
Rückerstattungen
Die Einreichungsgebühren sind nicht erstattungsfähig.
Nutzung & Urheberrecht
Wir verwenden eingereichte Bilder zur Bewerbung des Festivals und der Ausstellungen in Print- und Onlinemedien. Mit Ihrer Teilnahme am Open Call, an einer Ausstellung oder an einem anderen Programmpunkt des Festivals erklären Sie sich mit der Nutzung Ihrer Arbeiten zu diesem Zweck einverstanden.
Es liegt in unserer Verantwortung, jede verwendete Arbeit korrekt zu kennzeichnen und die Urheberschaft angemessen zu nennen. Als Team von Fotograf:innen ist uns ein sensibler und respektvoller Umgang mit Bildrechten und Urheberangaben besonders wichtig.
Bildanforderungen
Wird Ihr Projekt von unserer Jury ausgewählt, werden die im Rahmen Ihrer Einreichung übermittelten Fotografien für Ausstellungen, den Festivalkatalog sowie weitere festivalbezogene Publikationen und Medien verwendet. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Bilder in der geforderten Auflösung, Benennung und Qualität hochladen.
Zugelassen sind ausschließlich Bilder bzw. Projekte, die mindestens einen analogen Prozess beinhalten. Rein digitale Arbeiten werden nicht berücksichtigt.
Technische Anforderungen
Nur JPEG-Dateien
Maximale Dateigröße: 5 MB
Mindestgröße: 2.000 Pixel an der längsten Bildkante
Auflösung: 300 dpi
Kann ich mich mit einem Foto bewerben, das mit Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt oder bearbeitet wurde?
Alle eingereichten Arbeiten müssen originale Fotografien sein, die von den Teilnehmenden selbst aufgenommen wurden. Sie dürfen nicht durch KI-Technologien erzeugt, verändert oder optimiert worden sein – es sei denn, der bewusste Einsatz von KI ist integraler Bestandteil eines hybriden Konzepts und wird als thematischer Aspekt der Arbeit reflektiert.
Einreichungen, die nachweislich mit KI-generierten Bildinhalten erstellt wurden, werden vom Wettbewerb ausgeschlossen.
Wer entscheidet über die Gewinner?
Die Auswahl für die Hauptausstellung sowie die Gewinner des Open Calls 2026 erfolgt durch eine unabhängige Jury.
Unsere Jury setzt sich aus internationalen Kurator, Festivalleiter und weiteren von uns eingeladenen Expert:innen zusammen. Alle Einreichungen werden von den Jurymitgliedern individuell und unabhängig voneinander bewertet.
Was verstehen wir unter einem analogen bzw. hybriden Projekt?
Wir vom Team schließen digitale Fotografie nicht aus – im Gegenteil,
wir betrachten sie als Bereicherung.
Um am Open Call teilzunehmen oder im Rahmen des Festivals ausgestellt zu werden, muss Ihre Arbeit jedoch mindestens einen wesentlichen analogen Prozess durchlaufen haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser analoge Schritt während der Aufnahme oder bei der Ausarbeitung bzw. dem Druck der Arbeit stattgefunden hat.
Entscheidend ist, dass ein analoger Prozess einen prägenden Bestandteil des fotografischen Entstehungsprozesses bildet.
Timeline
Einreichfrist: 6. September 2026
Bekanntgabe der Aussteller:innen: 10. September 2026
Ausstellung: 3.12.2026 – 7.2.2027, Tschick Galerie in der Tabakfabrik in Linz
Vernissage: 3.12.206, 19:00
Preise und Ausstellung
4-6 Aussteller:innen:
Alle Aussteller:Innen bekommen eine Ausstellungspauschale von € 550,-
Alle ausgewählten Künstler:innen werden im Festivalkatalog 2026 publiziert.
Auf Wunsch werden die Ausstellungsbilder vom Kulturverein Tschick Galerie kostenlos geprintet. Die Bilder können auch fertig produziert / gerahmt in die Tabakfabrik geliefert werden. Diesbezügliche Logistik und Kosten werden vom Veranstalter NICHT übernommen.