Reduktion_Quadrat
Bildgestaltung durch Reduktion

Ziel dieses Workshops ist es, sich intensiv mit dem Motiv auseinander zu setzen und richtig sehen zu lernen. Wir haben es verlernt, uns dem Motiv unvoreingenommen zu nähern, das „Beste“ des Motivs zu entdecken und erst danach zu fragen, mit welcher Ausrüstung eine Umsetzung möglich wäre. In der Praxis steht uns dabei meist die Menge der eigenen Ausrüstung und unsere Bequemlichkeit im Weg.

Durch die Reduktion der Kameraausrüstung in diesem Workshop auf nur zwei Brennweiten pro Teilnehmer, erlernen Sie welchen Einfluss der Standort, die Perspektive, der realisierbare Ausschnitt u.v.m. auf das Bildendergebnis haben. Sie werden überrascht sein wie schnell Sie sich an die Möglichkeiten einer Brennweite gewöhnen.

Programm & Inhalt

In diesem Workshop geht es darum, seinen eigenen Zugang zum Motiv zu finden und seinen Stil zu entwickeln. Wenn wir in der uns vertrauten Arbeitsweise ein Motiv suchen, eine bekannte oder unbekannte Stadt/Landschaft durchwandern, haben wir unser konkretes Wunschbild nicht vor Augen. Die Möglichkeiten der verschiedenen Objektive oder das Drehen am Brennweitenring eines Zoomobjektivs zum Finden des Ausschnitts haben uns das richtige Sehen des Motives entweder gar nicht erlernen lassen oder wir haben es schlicht weg verlernt.

Wegen der Beschränkung auf nur eine Brennweite werden Sie an Anfang möglicherweise keine Motive sehen oder frustriert sein, warum Sie das Motiv nicht umsetzen können. Sie werden aber schnell erkennen, dass durch den Wechsel des Standorts oder der Perspektive (z.B. in die Knie gehen) eine Brennweite nicht mehr das Problem ist. Man stellt sich auf die Einschränkungen ein und beginnt – wie die Kamera – durch dieses eine Objektiv zu sehen. Dieser Lernprozess setzt allerdings voraus, dass man eine Idee des künftigen Bildes im Kopf haben muss, anstelle des „einfach Draufhaltens“, beginnt die bewusste Auseinandersetzung mit dem Motiv.

Wer die Zusammenhänge rund um die Möglichkeiten einer Brennweite verstanden hat, wird es anschließend einfacher haben, das passende Objektiv auch bei vollem Fotorucksack zu wählen, ergänzt durch einen optimalen Standort oder eine außergewöhnliche Perspektive. Das Zusammenspiel dieser drei Aspekte, Objektiv, Standort und Perspektive hat einen wesentlichen Einfluss auf die Bildgestaltung.

In den ersten beiden Tagen geht es darum den Umgang mit einem Weitwinkel zu erlernen, am dritten und vierten Tag wird dieses gegen ein Teleobjektiv Ihrer Wahl getauscht. Wenn es die Wetterbedingungen zulassen gehen wir am Freitag zeitig in der Früh mit beiden Brennweiten auf die Fotojagd.

Teilnehmeranzahl

maximal 8 (mindestens 6)

Veranstaltungsort

Schloß Weinberg

Voraussetzungen

fotografische Grundkenntnisse,
bei Bedarf erhalten die TeilnehmerInnen Hilfestellung bei den Grundeinstellungen der Kamera.

Mitzubringen

Neben Kamera, Speicherkarten, Akkus, Ladegerät usw. muss ein Weitwinkel-Objektiv zwischen 18 und 35mm (oder Zoom welches eine Brennweite diesen Bereich, bezogen auf Vollformat) aufweist. Des Weiteren benötigen Sie ein Teleobjektiv im Bereich von 70 bis 200mm. Im Falle von Zoom Objektiv wird das Objektiv mit Klebeband auf eine Brennweite nach Wahl fixiert. Ein Stativ wir empfohlen, ein eigener Notebook ist für die Vorauswahl empfehlenswert.

Workshopleiter

Gerhard Zimmert
Prager Fotoschule Österreich

Prager Fotoschule Österreich